Ein Ausgangsgateway pro Nutzer ist ein nicht zu Google Workspace gehöriger E-Mail-Server, über den ausgehende E-Mails für einen Nutzer Ihrer Domain gesendet werden.
Gmail bietet Nutzern die Möglichkeit, ihren Konten zusätzliche E‑Mail-Adressen zuzuordnen und benutzerdefinierte „Von“-Adressen zu erstellen. Weitere Informationen
Beispiel: Angenommen, ein Nutzer mit der Adresse nutzer@beispiel.de hat ein weiteres E-Mail-Konto mit der Adresse nutzer.name@partnerdomain.com. Wenn er eine Nachricht aus Gmail sendet oder beantwortet, möchte er auswählen können, welche E-Mail-Adresse im Feld „Von“ angezeigt wird.
Standardmäßig werden die ausgehenden Nachrichten des Nutzers immer von den Google Workspace-E-Mail-Servern versendet – unabhängig davon, welche E-Mail-Adresse er als Absender wählt. Wenn der Nutzer aber möchte, dass Nachrichten mit der Adresse „nutzer.name@partnerdomain.com“ über den E-Mail-Server von „partnerdomain.com“ gesendet werden, ist der E-Mail-Server „partnerdomain.com“ sein Ausgangsgateway.
Gründe für oder gegen die Verwendung eines Ausgangsgateways
Was spricht dafür?
Durch die Verwendung eines Ausgangsgateways wird sichergestellt, dass alle Nachrichten mit der Absenderadresse „nutzer.name@partnerdomain.com“ über denselben E-Mail-Server gesendet werden – unabhängig davon, ob sie in Gmail oder in einem anderen E-Mail-Client geschrieben wurden. Die Empfänger können prüfen, ob eine Nachricht gültig ist, indem sie nachsehen, ob sie vom richtigen E-Mail-Server für "partnerdomain.com" gesendet wurde. Wird die in Gmail verfasste E-Mail über den E-Mail-Server der Domain "partnerdomain.com" gesendet, so wird der Versandvorgang außerdem in den Protokollen dieses Servers erfasst. Die über „partnerdomain.com“ gesendete E-Mail wird in diesem Fall nicht von den E‑Mail-Servern von Google Workspace oder vom Ausgangsgateway Ihrer Domain verarbeitet. Das ist praktisch, wenn es Ihnen genau darum geht.
Wird ein Ausgangs-Gateway verwendet, kann dadurch auch verhindert werden, dass "im Namen von"-Adressen im Feld für die Absenderadresse angezeigt werden. Wenn über die E-Mail-Server von Google Workspace eine Nachricht mit alternativer „Von“-Adresse versandt wird, sehen die Empfänger den Namen in manchen E-Mail-Clients in folgender Form: „nutzer.name@partnerdomain.com im Namen von nutzer@beispiel.de“.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Konfiguration eines Ausgangsgateways durch den Nutzer. Der Nutzer hat diese Möglichkeit nur, wenn die Option in der Google Admin-Konsole zugelassen wird wie weiter unten beschrieben.
Was spricht dagegen?
Nachrichten, die über ein Ausgangs-Gateway zugestellt werden, werden nicht über ein Ausgangs-Gateway weitergeleitet, das für Ihre Domain festgelegt ist. Wenn Sie sicherstellen müssen, dass alle ausgehenden E-Mails von Ihren Nutzern über das Ausgangs-Gateways weitergeleitet werden, deaktivieren Sie für die Nutzer die Option zum Festlegen eines Ausgangs-Gateways.
Wie kann ich die Verwendung eines Ausgangsgateways zulassen oder verbieten?
Standardmäßig können Nutzer kein Ausgangsgateway verwenden. Die Google Workspace-E-Mail-Server liefern alle ausgehenden E-Mails aus, auch solche mit einer alternativen „Von“-Adresse.
So lassen Sie zu, dass die Nutzer ein Ausgangs-Gateway verwenden:
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Rufen Sie in der Google Admin-Konsole das Dreistrich-Menü
Apps
Google Workspace
Gmail
Endnutzerzugriff auf.
Hierfür ist die Administratorberechtigung für die Gmail-Einstellungen erforderlich.
Aktivieren Sie im Abschnitt Ausgangsgateways pro Nutzer zulassen die Option Nutzern das Senden von E-Mails über einen externen SMTP-Server erlauben, wenn eine "Von"-Adresse konfiguriert wird, die außerhalb Ihrer E-Mail-Domains gehostet wird.
Wenn dieses Kästchen angeklickt ist, können Nutzer, die zusätzliche E‑Mail-Adressen mit ihren Konten verknüpfen, Verbindungsinformationen für einen alternativen SMTP-Server eingeben. Weitere Informationen Wenn das Kästchen nicht angeklickt ist, können die Nutzer keinen SMTP-Server für die zusätzliche Adresse eingeben.
Klicken Sie unten auf Speichern.
Sobald diese Option aktiviert wurde, können die Nutzer ihre alternativen E-Mail-Adressen für die Verwendung eines Ausgangsgateways konfigurieren. Jeder Nutzer muss diese Option einzeln konfigurieren. Weitere Informationen